Sich erinnern: Wilhelm Koppehele, 1889 - 1941

Frithjof Koppehele
Bildrechte: Eva Koppehele

PassionArte lädt ein in den Gemeindesaal am Samstag, 27. Oktober von 15 Uhr bis ca. 17 Uhr.

Der Sohn Frithjof Koppehele schafft ein Filmporträt seines Vaters Pfarrer Wilhelm Koppehele. Dazu untersucht er Briefe, Bilder, zeitgenössische Filme und führt Interviews mit Zeitzeugen durch. Verschiedene Aspekte aus dem Leben seines Vaters zeigt er anhand folgender Kapitel: 
„Erster Weltkrieg“, „Kindheit und Vorfahren“, „Das Amt“, „In der Welt habt ihr Angst“ („Drittes Reich“) und „Das Leben mit der eigenen Familie“.
Dies alles ist sicher spannend und anrührend. Aber um „die Koppeheles“ soll es an diesem Nachmittag nicht gehen, sondern vor allem um das hochmoderne und allgegenwärtige Projekt „Sich erinnern“.
Dieses Projekt läuft überall: In Schreibwerkstätten, Fernseh- und Kinofilmen, Zeitzeugenberichten und Romanen. 
Der „Vater-Film“ von Frithjof Koppehele bietet ein Beispiel dafür, dass die Identitätsfindung sehr stark zusammen-spielt mit dem Eintauchen in das eigene Leben und in das Leben der Eltern. Wir beobachten, wie der Filmautor im Laufe seines „Sich-Erinnerns“ nicht nur seinem zu früh verstorbenen Vater nahe kommt. Wir sehen auch, wie der Filmer sich mit seinem eigenen „frühen Ich“  auseinandersetzt und damit wesentliche Anteile seiner eigenen Identität schafft.
So kommen wir um eine spannende und allgemeine Tatsache nicht herum: Der Berichtende beschreibt nicht nur Andere, sondern gleichzeitig beschreibt er sich selbst.
Zusätzlich erfahren wir, wie ein solches Projekt mit einfachen technischen Mitteln durchführbar war: alte Briefe, alte Bilder, sogar ein uralter Schmalfilmprojektor werden ausgestellt.

Freuen wir uns also auf einen berührenden Film. Wir können aber vor allem gespannt sein  auf eine nachfolgende Diskussion darüber, wie wir alle selbst das Thema „Sich erinnern“ schon angehen oder vielleicht künftig angehen wollen.
Zu Beginn gibt es Getränke und Gebäck.
Der Eintritt ist kostenlos. Über eine Spende zugunsten der Kirchenmusik freuen wir uns.                                               Eva Koppehele