Ökumenischer Arbeitskreis Asyl

ÖAK-Asyl

Erstaufnahmeeinrichtung Baierbrunner Str. 14

In unserem Gemeindegebiet in der Baierbrunner Straße 14 liegt neben Zirndorf die 2. Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Bayern.

Alle Asylsuchenden in Südbayern werden nach ihrer Ankunft hier von der Regierung von Oberbayern mit Essen, Kleidung und Schlafraum versorgt. Die durchschnittliche Verweildauer in der Baierbrunner Str. 14 soll aufgrund der hohen Zahlen seit Januar 2013 sechs Tage betragen. In dieser Zeit werden die Asylsuchenden vorwiegend aus Afghanistan, dem Kongo, Nigeria, Syrien, Somalia und Mazedonien registriert, ärztlich untersucht und versorgt. Danach werden sie vorläufig in der Dependance Bayernkaserne untergebracht und nach maximal 3 Monaten in Gemeinschaftsunterkünften oder dezentral über ganz Bayern verteilt. Hier in München leben z.Zt. über 1.100 Asylsuchende in der Bayernkaserne und warten dort auf ihren Bescheid. Etwa die Hälfte von ihnen wird in der BRD bleiben. 

Die meisten Asylsuchenden sind junge Männer, aber es mehrt sich aufgrund der Kriege der Zuzug von Familien mit Kleinkindern und gebrechlichen alten, kranken oder behinderten Menschen. Viele Frauen sind hochschwanger. In Zukunft sollen Asylsuchende auch psychologisch betreut werden, denn jede/r dritte Asylsuchende weist posttraumatische Belastungsstörungen auf.

Im Durchschnitt sind 230 Personen in der Baierbrunner Straße. Sie werden vom Sozialdienst der Inneren Mission München betreut.

Der ökumenische Arbeitskreis Asyl (ÖAK-Asyl):

Seit 1985 gibt es den ÖAK Asyl, in dem sich die umliegenden christlichen Gemeinden der damaligen Asylaufnahme Untersberg-Straße zusammengeschlossen haben. Der langjährige Leiter dieses Kreises, Herr Derek Mullinger von der Church of the Ascension, bekam 2011 für seine Verdienste das Kronenkreuz der Diakonie.

Inzwischen sind neben dem Sozialdienst der Inneren Mission München und der Church of the Ascension die katholischen Kirchengemeinden Maria Thalkirchen und St. Joachim, die evangelischen Gemeinden  Passionskirche Obersendling/Thalkirchen und die Hoffnungskirche Freimann sowie "Die Nachbarschaftshilfe - deutsche und ausländische  Familien", ein Projekt des Vereins "Freundschaft zwischen Ausländern und Deutschen e.V", vertreten.

Aufgrund der hohen Fluktuation der Asylsuchenden und der räumlichen Begrenzung beim Sozialdienst in der Erstaufnahme für Asylsuchende Baierbrunner Str. 14  wurde das caritative Engagement des ÖAK Asyl bezüglich  Kleidersammlungen im Februar 2013 beendet. Der ÖAK Asyl berät über die Möglichkeiten der Hilfe und des zielführenden Engagements angesichts der politischen Vorgaben. Er unterstützt gezielt z.B. Dolmetscherkosten oder Spielangebote für Kinder und Jugendliche.

AnsprechpartnerInnen in der Passionskirche:

Elisabeth Ramzews, Innere Mission München (eramzews@im-muenchen.de) Anne Loreck-Schwab, Pfarrerin (anne.loreck-schwab@elkb.de) Michael Kappus, Kirchenvorstand (kappusm@aol.com)